Journalismus ist kein Spiegel, sondern ein Werkzeug der Aufklärung. In Zeiten wachsender Polarisierung, Desinformation und Gleichgültigkeit reicht Neutralität nicht aus. Haltung ist kein politisches Statement, sondern Teil des demokratischen Auftrags. Die Zeiten fordern Mut, Verantwortung und eine neue journalistische Kultur, die sich der Wahrheit verpflichtet und den demokratischen Diskurs stärkt.
Demokratischer Journalismus versteht, ohne zu bestätigen. Er berichtet über Stimmungen und Ursachen, nicht über Schlagzeilen und Skandale. Wählerinnen und Wähler dürfen nicht mit Parteien verwechselt werden – Kritik an Extremismus ist kein Angriff auf Menschen, sondern ein Schutz der Demokratie.
Meinungsfreiheit schützt das Recht zu sprechen, nicht das Recht, unkritisch weiterverbreitet zu werden. Medienfreiheit heißt, dass Redaktionen selbst entscheiden, welche Inhalte publiziert werden – kritisch, faktenbasiert, unabhängig. Das ist keine Zensur, sondern journalistische Verantwortung.